Schlagwort-Archive: Schadensersatz

Heiliges Spektakel, ausbrechendes Luxusross

Der Veranstalter einer Wallfahrt auf öffentlicher Straße verletzt keine Verkehrssicherungspflichten, wenn Pferde auf angrenzenden Weiden vor Prozessionsfahnen und Musik scheuen. Die realisierte Tiergefahr und das Mitverschulden des Tierhalters schließen einen Anspruch aus ( LG Paderborn, Urteil vom 12.12.2025 – 2 O 197/25).

Eine Marienwallfahrt, eine öffentliche Straße, etwa 100 Pilger mit Gesang, Musik und Fahnen. Daneben eine Pferdekoppel. Ein wertvolles Pferd gerät in Panik, bricht aus, stürzt über ein Auto und wird schwer verletzt. Der Pferdeunfall kommt vor das Gericht.

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Porsche gegen Dalmatiner – Paketzusteller darf auf Motorhaube sitzen

AG München, Urteil vom 12.02.2026: Flucht eines Paketzustellers auf die Motorhaube vor bellenden Hunden begründet keine Haftung des Zustellers; Tierhalterhaftung und Mitverschulden des Halters schließen Ansprüche aus.

Ein Paketzusteller flüchtet vor drei bellenden Hunden auf die Motorhaube eines Porsche Cayenne. Der Halter der Hunde verlangt Schadensersatz für angebliche Kratzer und Dellen. Das Amtsgericht München musste klären, wer das wirtschaftliche Risiko dieser Fluchtsituation trägt.

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Schweiß ist kein Schaden

Extreme Hitze im Flugzeug begründet ohne nachweisbare Gesundheitsverletzung keinen Anspruch auf Schmerzensgeld (Urteil vom 05.05.2022 – 2-24 S 16/20).

50 Grad im Flugzeug, stickige Luft und stundenlange Verspätung – klingt wie ein Albtraum über den Wolken. Doch rechtlich bleibt es nur eines: unangenehm. Denn das LG Frankfurt hat entschieden, dass reines Schwitzen noch kein immaterieller Schaden ist.

Die Entscheidung ist schon etwas älter, aber wichtig zu wissen.

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Klimakleber werden zur Kasse gebeten

Zehn Aktivisten der Letzte Generation müssen nach einer Blockade am Flughafen Hamburg über 403.000 € an Eurowings zahlen. Eine fristlose Schadensersatzforderung ist gerechtfertigt, wenn der Betrieb durch gesetzeswidriges Handeln erheblich gestört wird (LG Hamburg, Urteil vom 20.11.2025 – Az. 325 O 168/24).

Wer beim Protest die Startbahn als Bühne wählt, unterschätzt schnell die Preisschilder am Ausgang. Zehn Aktivisten, ein Zaun, Kleber – und jetzt mehr als 400.000 € Schadenersatz plus ein drohendes „Wiederholung = Knast“.

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Missbrauch von Minderheitenrechten?

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) soll Diskriminierung verhindern – doch was passiert, wenn es gezielt genutzt wird, um Unternehmen finanziell unter Druck zu setzen? Der Fall einer Dortmunder Trans-Person, die mit 240 Klagen auf Entschädigung pochte und dabei hohe Summen erstritt, zeigt: Der Gesetzgeber hat ein Einfallstor geschaffen, das zur rechtlichen Tyrannei führen kann.

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🎃 Als der Tierarzt das falsche Bein erwischte 🎃

Ein Hund mit schmerzenden Beinen und ein Tierarzt, der das vermeintlich falsche Bein operierte: Was wie der Beginn einer Halloween-Geschichte klingt, endete für den Hundehalter wenig gruselig. Denn das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschied, dass der Tierarzt entgegen des ersten Eindrucks richtig gehandelt hatte. Wer zahlt nun die Kosten für die „Geister-OP“? Nicht der Tierarzt (OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 23.09.2024 – 29 U 33/24).

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Autofahrer müssen auf Landstraßen mit Hindernissen rechnen

Das Landgericht Köln hat eine Klage abgewiesen und der Begründung hierzu ausgeführt, dass einem Fahrzeugeigentümer kein Schadensersatz für sein beschädigtes Auto zusteht, wenn der Fahrer mit dem Wagen gegen einen umgestürzten Baum fährt, der hinter einer Kurve quer auf der Fahrbahn liegt und ein Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht nicht nachgewiesen wurde (Urteil vom 8. Dezember 2020 – 5 O 77/20). Wo war das Problem?

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Ku’damm-Raser-Prozess geplatzt, Yücel fordert Schadensersatz und die DNS des Kindermörders

Der heutige Wochenrückblick zeigt Ihnen, wie dumm doch ein Gericht im Vorfeld einer Hauptverhandlung agieren kann, so dass ein Prozess deswegen “platzt”. Zudem habe ich als Beitrag die Schadensersatzforderung des Herrn Yücel und einen kurzen Vergleich hierzu nach unserem Strafrechtsentschädigungsgesetz. DNS klebt an uns allen und das bis in alle Ewigkeit – so ein Verhängnis für einen möglichen Kindermörder. Ku’damm-Raser-Prozess geplatzt, Yücel fordert Schadensersatz und die DNS des Kindermörders weiterlesen

Islamist muss schlappe 2,7 Millionen EURO Schadensersatz leisten

Für die Zerstörung von Weltkulturerbe im westafrikanischen Mali ist ein inhaftierter Dschihadist vom Internationalen Strafgerichtshof zur Wiedergutmachung in Höhe von 2,7 Millionen Euro verurteilt worden. Das Urteil gegen den Ahmad Al Faqi al Mahdi gab der Gerichtshof am 17.08.2017 in Den Haag bekannt.

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Kein Schadenersatzanspruch nach Verletzung im Rollenspiel

Das ‪‎Oberlandesgericht‬ Oldenburg‬ hat das abweisende Urteil der 4. Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück vom 28.01.2016 über eine Zivilklage auf Zahlung von Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen erlittener Verletzungen bei einer mittelalterlichen LARP-Veranstaltung (Live Action Role Playing) in Gehrde bestätigt.

Der Kläger hatte dem Beklagten vorgeworfen, ihn bei einer mittelalterlichen Kampfszene im Rahmen eines Live-Rollenspiels auf dem Ferienhof Groneik in Gehrde am 20.4.2013 mit einer Schaumstoffkeule so schwer am Auge verletzt zu haben, dass ein Dauerschaden eingetreten sei und die Sehfähigkeit des Klägers aller Voraussicht nach nicht wieder hergestellt werden könne.

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