Schlagwort-Archive: Standesrecht

Promille, Pöbeleien, Peinlichkeit: Wenn die eigene Robe zur Last wird

Beleidigt eine stark alkoholisierte Rechtsanwältin Einsatzkräfte im Dienst, erfüllt dies den Tatbestand des § 185 StGB. Die Alkoholisierung kann über § 21 StGB strafmildernd wirken, entlastet aber nicht.

Der Fall einer Düsseldorfer Anwältin zeigt, wie schnell ein feuchtfröhlicher Abend vor dem Strafrichter endet. Im Fokus stehen einfache, aber klare Fragen: Was ist eine strafbare Beleidigung, welche Rolle spielt Alkohol und wie wirkt sich der Beruf des Täters auf die Strafe aus?

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Unsachliches Mundwerk: Anwalt trägt Auslagen

Bei Einstellung eines anwaltsgerichtlichen Verfahrens wegen anderweitiger Ahndung kann die Auferlegung der Auslagen auf den Anwalt trotz Verfahrensbeendigung rechtmäßig sein – insbesondere bei einschlägigen Vorbelastungen.

Wird ein Rechtsanwalt wegen wiederholter Pflichtverletzungen auffällig, muss er im Kostenverfahren auch nach Verfahrenseinstellung mit unangenehmen finanziellen Konsequenzen rechnen. Entscheidend ist dabei das anwaltliche Vorverhalten und die Korrektheit der Verfahrenseinleitung (AGH Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 05.09.2025 – 2 AGH 7/25).

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