Nebenkriegsschauplatz im NSU Prozess

Es wird nicht gerade langweilig um den NSU – Prozess. Kaum kommt heraus, dass es wohl ein Opfer nicht gibt, das in dem Prozess als Nebenkläger auftritt, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft gegen den als Nebenklägervertreter aufgetretenen Rechtsanwalt. Doch das ist noch nicht das Sahnehäubchen.

Interessant sind die Provisionszahlungen, die von dem Anwalt an einen anderen Nebenkläger geflossen sein sollen. Hierbei soll es sich nach Presseangaben um einen Betrag von 5.000 EUR gehandelt haben.

Warum diese Summe? Ja, der Anwalt wusste, wenn er sich in dem prestigeträchtigen NSU Prozess zeigt, kann er nicht nur vor der Kamera auftreten und sich als Opferanwalt profilieren, NEIN, er erhält aus der Staatskasse seine Bezahlung. Wenn man sich den bisherigen Verlauf des NSU Prozess so ansieht, dann hat er locker schon Gebühren von 130.000 EUR erhalten oder könnte sie geltend machen (wovon ich dem Kollegen jetzt abrate).

Ich selbst finde die Bezahlung in einem solchen Prozess zwar viel zu niedrig. Doch das sei nur am Rande erwähnt.

Warum macht ein Anwalt so etwas? Warum macht vor allem ein Opfer so etwas? Denn immerhin war der, der die Provision für das weitere Opfer erhielt, selbst ein Opfer des NSU.

Thomas Penneke

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